BNR Logo_BW

Letzte Aktualisierung:
27.07.2008

BuiltWithNOF1

Tetanus

Übertragung

Clostridium tetani, der Erreger des Wundstarrkrampfes, überdauert in Erde, Schmutz und Straßenlaub sowie in menschlichem und tierischem Kot. Der Erreger findet sich praktisch überall auf der Erde. Bei jeder noch so kleinen Verletzung, bei einer Schürf- oder Schnittwunde, einem Holzsplitter, einer Quetschung oder gar nur einem Nadel- stich kann er in den Körper gelangen und sich dort vermehren.

Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Leider werden gerade im Erwachsenenalter die notwendigen Auffrischungen häufig vergessen. Mit zunehmendem Al- ter nimmt die Durchimpfungsrate, also die Anzahl der geimpften Personen in der Bevölkerung ab. Nur etwa die Hälf- te der Erwachsenen ist ausreichend geimpft. Besonders gefährdet sind ältere Frauen.

Krankheitsverlauf

Sind Tetanus-Erreger durch die verletzte Haut oder über die Schleimhäute in den Körper eingedrungen, so können sie sich dort unter Sauerstoff-Ausschluss vermehren. Dabei geben sie ein Nervengift ab, das bestimmte Nervenzellen im Rückenmark schädigt.

Es dauert drei bis vier Wochen, die sogenannte Inkubationszeit, bis es zu Krämpfen, zunächst der Kaumuskulatur, dann der Rücken- und Bauchmuskeln, des Kehlkopfes und des Zwerchfells kommt. Unbehandelte Tetanus-Kranke sterben an Atemlähmung, da die Atemmuskulatur verkrampft und dadurch ausfällt.

Trotz moderner Intensivmedizin liegt die Sterblichkeit bei 30 bis 50 Prozent. Die überstandene Erkrankung verleiht keine Immunität. Das bedeutet, dass auch Menschen die eine Erkrankung an Wundstarrkrampf überlebt haben, geimpft werden müssen.

Impfung

Die Schutzimpfung ist gut verträglich und mit anderen Impfungen kombinierbar. Es handelt sich um einen Toxoid- impf stoff, also eine sogenannte Totimpfung. Das bedeutet, dass die Krankheit nicht durch die Impfung ausgelöst werden kann. Heute wird vielfach der Kombinationsimpftoff gegen Tetanus, Kinderlähmung und Diphterie verwen- det.

Die aktive Grundimmunisierung erfolgt bei Säuglingen nach vollendetem 2. Lebensmonats als Kombinationsimpfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten (Pertussis), Polio, Haemophilus und Hepatitis B. Die Grundimmunisierung beinhaltet vier Impfungen.

Die Auffrischimpfung erfolgt zwischen dem vollendeten 5. und 6. Lebensjahr, eine weitere zwischen dem vollendeten 9. und 17. Lebensjahr und anschließend routinemäßig alle zehn Jahre, in der Regel mit dem Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus und Diphtherie (Td). Mit diesem Impfstoff können auch Erwachsene mit drei Impfungen eine Grund- immunisierung erhalten. Zur Auffrischimpfung kann gegebenenfalls auch der Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus-Diphtherie-Poliomyelitis angewandt werden.

Risikogruppen

Senioren über 60 Jahre. Zwei von drei Personen dieser Risikogruppe haben keinen Impfschutz mehr.