BNR Logo_BW

Letzte Aktualisierung:
27.07.2008

BuiltWithNOF1

Diphterie

Übertragung

Diphtherie wird wie eine Erkältung beim Husten, Niesen oder mit der Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen (Tröpfcheninfektion). Der Erreger heißt Corynebacterium diphteriae. Auch klinisch Gesunde und geimpfte Personen können die Krankheit übertragen. Während Kinder noch gut gegen Diphtherie durch die Impfung geschützt sind, nehmen die Durchimpfungsraten mit zunehmendem Alter ab. Bei den Erwachsenen sind circa zwei Drittel nicht ausreichend gegen Diphtherie geimpft.

Krankheitsverlauf

Das Bakterium scheidet ein Gift aus, das Entzündungen im Nasen- und Rachenraum verursacht. Typische Kenn- zeichen der Diphtherie sind weißlich-dicke, süßlich-übelriechende Beläge, auf den entzündlichen Stellen. Sie bluten beim Abstreifen und können die Atemwege so weit verschließen, dass der Patient unter Schwerer Atemnot leidet oder sogar erstickt.

In jedem Fall wirkt das Stoffwechselgift des Erregers stark schädigend. Es kann zu Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen kommen.

Die Sterblichkeit bei Diphtherie ist hoch. Bis zu 20 Prozent der Infizierten, vor allem ungeimpfte Kleinkinder und ältere Menschen, überleben die ausgebrochene Krankheit nicht.

Impfung

Die Grundimmunisierung wird bei Säuglingen routinemäßig mit einem Kombinationsimpfstoff vorgenommen, der auch gegen Tetanus, Poliomyelitis, Keuchhusten, Polio, Haemophilus schützt.

Auffrischimpfungung: vor der Einschulung und noch einmal zwischen vollendetem 9. und 17. Lebensjahr; anschlies- send alle zehn Jahre. Für Kinder ab dem 6. Lebensjahr, Jugendliche und Erwachsene wird in der Regel ein Kom- binationsimpfstoff mit Tetanus (Td) oder Tetanus/Polio (Td-IPV) verwendet. Auch Personen mit durchgemachter Diphtherie müssen komplett geimpft werden.
 

Risikogruppen

Medizinisches Personal, das ersten Kontakt mit Erkrankten haben kann
Personal in Laboratorien mit Diphtherie-Risiko
Aussiedler, Asylbewerber und Flüchtlinge aus Gebieten mit Diphtherie-Risiko (vor allem: ehemalige Sowjetunion), die in Gemeinschaftsunterkünften leben sowie das Personal dieser Einrichtungen
Bedienstete der Bundespolizei, der Bayerischen Grenzpolizei und der Zoll-Verwaltung
Reisende in Regionen mit Diphtherie-Risiko